Der Fichtenkreuzschnabel hält Ausschau
Der Fichtenkreuzschnabel hält Ausschau

Die Rufe verraten die Anwesenheit der Fichtenkreuzschnäbel

Man sieht sie kaum, weil sie sich vornehmlich in den hohen Wipfeln von Fichten und Lärchen aufhalten. Aber ihre "küken-ähnlichen" Rufe machen auf sie aufmerksam.

Ein sogenannter Vagabunden-Vogel der große Gebiete durchstreift, weil er hauptsächlich Fichtensamen frißt und sich darauf spezialisiert hat. Mit seinem über Kreuz gebogenen Schnabel kann der Vogel Zapfenschuppen aufhebeln und mit der Zunge die Samen herausfischen. Oft kopfüber hängen sie an den Zapfen, ähnlich wie Papageien. Da das Futter das ganze Jahr zur Verfügung steht, werden sie auch schon im Februar brütend angetroffen. Kälte, Eis und Schnee machen ihnen offensichtlich nichts aus. Wenn sie dann auch mal etwas trinken müssen, kommen sie vorsichtig in Bodennähe und schauen, ob die Luft rein ist. Während einige dann trinken, passen andere auf, dann wechseln sie sich ab und fliegen zurück in die Wipfel.

Alle paar Jahre sind die Fichtenkreuzschnäbel in meinem Garten, weil dort ein Baumbestand mit hohen Fichten und Lärchen zu finden ist. Einmal hat auch ein Paar von ihnen hier gebrütet und einen Jungvogel aufgezogen.

28. Dezember 2017 | | Motiv des Monats

Die Farbe ist die lauteste, zugleich zarteste, schönste und eindringlichste Sprache, die die Natur besitzt. Unbekannter Verfasser